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Mainz, wie es fügt und macht
Alles schon mal dagewesen


In Rheinland-Pfalz stehen nach 40 Jahren wieder Gebiets- und Verwaltungsreformen an und das neue Landersentwicklungsprogamm LEP IV tritt in Kraft.

Damit eröffnen sich auch für die Region im Bereich Zell Chancen zu positiver Veränderung. Wenn man sie denn angeht! Könnte man sich damit anfreunden, zwischen Trier und Koblenz, genau in der Mitte gelegen, eine etwas größere Stadt mit 10.000 und mehr Einwohnern zu gestalten? Pünderich, Briedel, Zell mit seinen Stadtteilen, Bullay, Alf sowie Neef und St. Aldegund zusammen legen? Ein natürlicher Zusammenschluss der Orte und Ortsteile rund um die Moselschleife, die sich hervorragend ergänzen würden.

Zahlreiche aktuelle Projekte führen beispielsweise vor Augen, wie viel einfacher sie abzuwickeln wären, wenn sie in einem geschlossenen Stadtgebiet koordiniert verwirklicht würden: Prinzenkopfturm, Marina Moselschleife, Schwimmbäder, Bauhöfe, Themenwege, Weinwerbung und besonders der Tourismus und die Vermarktung desselben unter der Dachmarke Mosel, wobei das Thema „Tourist-Büro“ gleich mit gelöst wäre. Eine gestärkte überlebensfähige Kraft neben den Nachbarzentren, die keineswegs schlafen! Ein starker Auftritt mit Profil, Bedeutung und Potential. Alleine der stetige Bevölkerungsschwund erfordert schon den Ausgleich über veränderte Ortsgrößen.

Ich vermisse, dass solche Überlegungen nicht von regionaler politischer Seite geäußert werden. Jetzt, wo sich für die nächsten Jahrzehnte die vorerst letzte Gelegenheit zu positiver Veränderung auftut. Wie und wohin Verwaltungsaufgaben delegiert werden, dürfte zweitrangig und zu regeln sein, denn moderne Vernetzungen bieten ausreichend Spielräume und Kooperationsmöglichkeiten. Andererseits bestände auch dem Verbleib eines solchen größeren Stadtgebietes in einer Verbandsgemeinde nichts im Wege. Auch könnten im Hunsrücker Verbandsgemeindeteil entsprechende Überlegungen angestellt werden, um deren eigene Stärken zu bündeln.

Was ansonsten mit der Verbandsgemeinde oder auch mit dem Kreis geschehen soll, müsste ebenfalls hinterfragt werden. Oder lassen wir uns einfach überraschen und beugen uns? Getreu dem Motto: „Mainz, wie es fügt und macht!“ Alles schon mal dagewesen!

Jürgen Wirtz
Zell

April 2008

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